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ZEICHNUNG & MALEREI

GEMÄLDE & ZEICHNUNGEN

 

Die komplette, chronologisch

angeordnete Galerie aller seit 1998

bis heute entstandenen Arbeiten,

die durch Anklicken vergrößert erscheinen.

AUSSTELLUNGEN & PROJEKTE

 

Alle Einzelausstellungen, Ausstellungs- und Kunstmessenbeteiligungen

Richard Wientzeks sowie sonstige künstlerische Aktivitäten.

 

DOKU & NEWS

Fotos, Texte und Dokumente

- ein Blick vor und hinter die Austellungskulissen und in den Entstehungsprozess einzelner Arbeiten.

 

RICHARD WIENTZEK

Die Zeichnung ist meine Königin. Sie lässt mich jedes Material und Objekt - und jede Idee - wiedergeben. Anders als die Malerei oder die Fotografie erlaubt sie keine Tricks und Fehler. Alles bleibt sichtbar. 

Die Dinge, die der Mensch erschafft und mit denen er sich umgibt, erzählen zwar oft die leiseren, aber vielleicht auch besseren Geschichten als manch Mensch selbst. Altes Brot und Hummer, Putzlappen und Unterwäsche, Altpapier und Geldscheine, Wörterbuch und Smartphone, Spielzeug und Werkzeug. Ein Stillleben ist die glitzerndste Arena, sie auf einander loszulassen. Gegenstände sind die stillen Helden oder Antihelden der Alltagssymbolik.

Ich trenne nicht zwischen Banalem und Bedeutungsvollen, genauso wenig wie zwischen Handwerk, Kunst, Entertainment und Wissenschaft. Der Schatten eines Plastikeimers verdient die gleiche Aufmerksamkeit wie ein aufgeschlagener Band von Kants Kritik der reinen Vernunft. Die Arbeit ist für mich zeichnerisch gesehen pro Quadratzentimeter die gleiche, der jeweilige Repräsentationsgehalt liegt im Auge des Betrachters. Mir geht es um die eine und für immer neue spannende Frage: Was ist für wen wann wo und warum ein gutes Bild? 

Was das Making-of meiner Bilder betrifft, gilt das Prinzip der materiellen und technischen Beschränkung: Tuschefüller, Farbstifte, Papierbögen in unspektakulären Formaten, ein Stuhl, ein Tisch und ein Gegenstand, gezeichnet im Maßstab 1 zu 1. Glamour sieht anders aus. Hippe Dekonstruktion, sich anbiedernde Politikfolklore und Vernetzungsfirlefanz auch. Ein Zeichner sollte zeichnen und nicht so viel quatschen. That`s the way I like it.

Was ich nicht beschränken kann oder will, ist der Faktor Zeit. Der Schatten eines Plastikeimers, der zunächst weder einen materiellen noch einen repräsentativen Wert hat, erfährt durch den langsamen Vorgang des Zeichnens, durch die Verdichtung und Verfeinerung der Farbschichtungen eine wunderbare Wandlung. Er wird kostbar.

Herr Wientzek, wie lange brauchen Sie für so ein Bild? Lange. Auf jeden Fall so lange bis es kostbar genug ist.

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Richard Wientzek 

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